Zuvor wird Bischof Scheele ab Mittwochabend, 15. Mai, in der Seminarkirche Sankt Michael aufgebahrt. An diesem Tag wird der Sarg des Verstorbenen um 18 Uhr in der Seminarkirche Sankt Michael empfangen. Bischof Dr. Franz Jung leitet die Pontifikalvesper. Bis 21 Uhr ist die Kirche an diesem Tag geöffnet. Am Donnerstag, 16. Mai, feiert Weihbischof Ulrich Boom um 9 Uhr in Sankt Michael eine Totenmesse für Bischof Scheele, am Freitag, 17. Mai, ebenfalls um 9 Uhr ist Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann Zelebrant bei der Totenmesse in der Seminarkirche. Am Donnerstag, 16. Mai, wird in Sankt Michael der Rosenkranz für Bischof Scheele gebetet, gestaltet vom Würzburger Priesterseminar. Am Donnerstag und am Freitag haben die Gläubigen tagsüber Gelegenheit, sich persönlich von Bischof Scheele zu verabschieden.
Am Freitag, 17. Mai, sind die Menschen aus dem Bistum eingeladen, an der Überführung des Leichnams in den Dom teilzunehmen. Der Trauerzug beginnt um 18 Uhr in Sankt Michael. Der Weg führt unter dem Läuten der Salvatorglocke des Doms über Neubaustraße, Schönthalstraße, Domerschulstraße und Plattnerstraße in den Dom. Dort feiert Bischof Jung um 19 Uhr die Vesper.
In den Gemeinden des Bistums Würzburg soll am Freitagabend, 17. Mai, um 18 Uhr während der Überführung Bischof Scheeles die jeweils tiefste Glocke 15 Minuten lang geläutet werden. Zudem soll nach Möglichkeit bis zur Beisetzung Trauerbeflaggung aufgezogen werden.
Scheele wurde am 6. April 1928 in Olpe in Westfalen geboren. Nach Kriegsdienst, Abitur und Studium weihte ihn Erzbischof Lorenz Jaeger am 29. März 1952 in Paderborn zum Priester. Danach war Scheele Kaplan und Religionslehrer an berufsbildenden Schulen in Paderborn. 1964 promovierte er an der Theologischen Fakultät der Universität Würzburg und war dann als Journalist für eine kirchliche Zeitschrift bei der dritten und bei Teilen der vierten Sitzungsperiode des Zweiten Vatikanischen Konzils tätig. Es folgten Jahre als Professor in Fulda und Marburg, in Bochum und Würzburg, schließlich von 1971 bis 1979 in Paderborn. Dort leitete er das Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik. Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt spendete Scheele am 9. März 1975 in Paderborn die Bischofsweihe. Es folgten vier Jahre als Weihbischof in Paderborn. Am 31. August 1979 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum 87. Bischof von Würzburg. Die Amtseinführung fand am 21. Oktober 1979 in Würzburg statt. 24 Jahre, von 1979 bis 2003, leitete Bischof Scheele das Kiliansbistum gemäß seinem Wahlspruch „Friede und Freude“. In der Deutschen Bischofskonferenz war er von 1976 bis 2003 Vorsitzender der Ökumenekommission. Außerdem war er neben vielen weiteren ökumenischen Aufgaben von 1984 bis 2008 als Mitglied im Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen tätig. Seit 14. Juli 2003 war er emeritiert, nahm aber weiterhin zahlreiche Aufgaben im Bistum und in der weltweiten Ökumene wahr, beispielsweise seit 2003 in der Kommission für den theologischen Dialog zwischen der römisch-katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen. Bischof Scheele war Ehrendomherr in Paderborn und Würzburg, Träger der Goldenen Stadtplakette der Stadt Würzburg, des Bayerischen Verdienstordens und des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse sowie Honorarprofessor und Ehrensenator an der Universität Würzburg. Anlässlich des 85. Geburtstags verlieh ihm die Stadt Würzburg 2013 den Ehrenring.
(POW)
