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Ehrenamtliche mit Herz und Routine

Auf dem Weg zum Katholikentag
Objektleiterinnen und -leiter aus ganz Deutschland bereiten sich ein Wochenende lang auf ihre Aufgabe beim Katholikentag vor ‒ Der Großteil der Frauen und Männer hat schon viel Erfahrung

Würzburg (POW) Im normalen Leben sind sie beispielsweise als Schulbegleitung, Krankenpfleger oder IT-ler in einer Klinik tätig, beim Katholikentag engagieren sie sich ehrenamtlich: Von Freitag, 17., bis Sonntag, 19. April, haben sich rund 80 Frauen und Männer vor Ort auf ihre Aufgaben als Objektleitung für die Veranstaltungsorte des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg eingestimmt. Unterstützt wurden sie dabei von etwa 30 Personen aus der Geschäftsstelle des Katholikentags.

„Viele sind von weit her angereist: Ostfriesland, Berlin oder dem Raum Stuttgart“, berichtete Sabrina Frenkel, Leiterin der Abteilung Organisation und stellvertretende Geschäftsführerin des Katholikentags. Auf dem Programm standen neben dem gegenseitigen Kennenlernen unter anderem Informationen, wie zum Beispiel mit Sonderfällen wie drohender Überfüllung eines Veranstaltungsorts, im Falle einer notwendigen Räumung oder auch mit Störern umzugehen ist. Über 90 Prozent der Objektleiterinnen und -leiter haben laut Frenkel bereits bei vorigen Katholiken- oder evangelischen Kirchentagen Erfahrung in dieser Funktion gesammelt. „An diesem Wochenende geht es daher auch um ganz einfache, aber wichtige Dinge wie die Frage, wo die Helfenden während des Katholikentags verpflegt werden.“

Am Samstagnachmittag nahmen die Objektleiterinnen und -leiter erstmals ihre Veranstaltungsorte in Augenschein und kamen mit den Verantwortlichen dort ins Gespräch. So zum Beispiel ein Viererteam, das unter anderem die Augustinerkirche und den Keller in der Kneipe „Standard“ betreut.

„Ich habe schon das halbe Dutzend als Objektleiter voll“, erklärte Luis Rabsahl (48) aus Berlin, der sich ansonsten auch bei den Maltesern ehrenamtlich engagiert. „Und ich bin praktisch Inventar“, sagte Volker Haug (59) aus Eppelheim, Mitglied bei der evangelischen Jugendschaft „Zugvögel“, der auch seit langem bei evangelischen Kirchentagen oder dem Katholikentag aktiv ist. „Es hat etwas von Familientreffen, weil man wirklich nahezu immer die Gleichen trifft“, sagte Haug. Für Stefanie Bauß (41) und ihren Mann Daniel (47) aus Nordheim/Rhön hat der Katholikentag maßgeblich das Leben beeinflusst. „Ich habe ihn kennengelernt, als ich vor Jahren Helferin in dem Veranstaltungsort war, für den er zuständig war“, sagt Stefanie, die ursprünglich aus dem Raum Freiburg kommt.

Begleitet von Julia Montero Deistler von der Programmabteilung des Katholikentags erkundeten Rabsahl, Haug und das Ehepaar Bauß den Keller des „Standard“. Auf dem Weg von der Jugendherberge durch die Innenstadt freuten sie sich, als sie in der Schustergasse die vielen Banner mit dem Katholikentagsmotto „Hab Mut, steh auf“ entdeckten. In der Oberthürstraße, unweit des Barbarossaplatzes, wartete bereits Wirt Harald Rauenbusch auf die Gruppe. Schnell und zugleich entspannt klärten die Frauen und Männer Fragen nach Dingen wie Mikrofonen, Lautsprechern, Lichtanlage und Fluchtwegen ab. Haug prüfte, ob er im von Stahlbeton geprägten Keller auch mit dem Funkgerät Kontakt zur Zentrale aufnehmen konnte. „Man merkt, dass Ihr vom Katholikentag Profis seid. Hier ist alles perfekt geplant“, attestierte Rauenbusch. Er freue sich schon sehr, beim Katholikentag mit dabei zu sein. Im „Standard“ finden beispielsweise ein „Glaubens-Speeddating“ oder auch ein Kneipenquiz statt. „Ich bin mir sicher, es tut der Kirche gut, wenn sie auch mal an anderen Orten präsent ist als sonst“, sagte der Wirt.

mh (POW)

(1726/0373; E-Mail voraus)

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