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KjG Niedernberg erhält Bischof-Stangl-Preis 2013

Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Miltenberg mit diesjährigem Preis der Stiftung "Jugend ist Zukunft" ausgezeichnet - Weitere Preise an Kolpingjugend Güntersleben und KjG Estenfeld - Bischof Hofmann und Landtagspräsidentin Stamm würdigen großen Einsatz in der kirchlichen Jugendarbeit.

Die Katholische junge Gemeinde (KjG) Niedernberg ist Trägerin des Bischof-Stangl-Preises 2013. Bei einer Feierstunde am Freitagabend, 22. März, im Kilianeum-Haus der Jugend vergab die Stiftung "Jugend ist Zukunft" des Diözesanverbands Würzburg des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) den mit 250 dotierten ersten Preis für kontinuierliche kirchliche Jugendarbeit an die 180 Mitglieder starke KjG-Ortsgruppe aus dem Landkreis Miltenberg. Den zweiten Preis erhielt die Kolpingjugend Güntersleben, der dritte Preis ging an die KjG Estenfeld. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann und Landtagspräsidentin Barbara Stamm zählten zu den ersten Gratulanten und dankten allen Bewerbern für den großen Einsatz in der kirchlichen Jugendarbeit.
Die KjG Niedernberg mache auf vielfältige, bunte und kreative Weise eine hervorragende kontinuierliche Jugendarbeit, hieß es in der Laudatio. 180 Mitglieder bilden die Gemeinschaft. 66 Leiter übernehmen in wöchentlichen Gruppenstunden Verantwortung. Auch Kinder und Jugendliche anderer Konfessionen, Religionen oder mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung sind in den Gruppenstunden willkommen und integriert. Jeder KjGler übernimmt einen Dienst in der Pfarrei. Die KjG Niedernberg gestaltet außerdem den Kreuzweg der Jugend, die Kartage und Wallfahrten, verantwortet die Sternsinger-Aktion in der Pfarrei und engagiert sich für die Bewahrung der Schöpfung. Seit 2007 pflegt sie eine feste Partnerschaft mit Lugenge in Tansania und orientiert sich damit ganz bewusst mit Solidarität in die Welt hinaus. "In Niedernberg wird eine vorbildliche und bewundernswerte kontinuierliche Jugendarbeit geleistet", würdigte die Stiftung "Jugend ist Zukunft".

Die beiden weiteren Preisträger erhielten ein Preisgeld in Höhe von 150 und 100 Euro. Die zweitplatzierte Kolpingjugend Güntersleben leiste kirchliche Jugendarbeit auf einem sehr hohen Niveau. Es gelinge ihr außerordentlich gut, auf die gesamte Dorfgemeinschaft hin zu wirken. Mit vielen Angeboten für Kinder und Jugendliche sowie für die gesamte Pfarrgemeinde warte die KjG Estenfeld im Jahreslauf auf. Die große Vielfalt in der KjG Estenfeld habe den Stiftungsvorstand überzeugt, hieß es in der Laudatio für den dritten Preisträger.
Landtagspräsidentin Stamm betonte in ihrem Grußwort, heute seien gute Beispiele vor allem der Jugend für gesellschaftliches Engagement notwendig. Wichtig sei die Wertschätzung für diejenigen, die sich aus dem Glauben heraus in der Gesellschaft engagierten. Die Stangl-Preisträger seien leuchtende Vorbilder für andere. "Ihr macht eine tolle Arbeit im BDKJ und in der kirchlichen Jugendarbeit." Bischof Hofmann unterstrich, auch in Zukunft werde sich die Diözese Würzburg - trotz knapper werdender finanzieller Mittel - für eine lebendige und vielfältige Jugendarbeit einsetzen: "Damit junge Menschen in ihrem Einsatz für andere und in der Orientierung für das eigene Leben gestärkt und gefördert werden."
Bischof Hofmann lobte weiter alle acht Bewerber um den diesjährigen Bischof-Stangl-Preis. Alle zeichne aus, dass sie jungen Menschen eine Heimat böten, Räume und Lernfelder für sie schafften, sich zum großen Teil selbst organisierten, kreativ die tägliche Arbeit gestalteten, das Leben in Kirche und Gesellschaft mitgestalteten und Mündigkeit einübten. Kirchliche Jugendarbeit, wie sie die Würzburger Synode beschreibe, sei Zukunftsarbeit und habe für die Kirche obere Priorität, sagte der Bischof. Mit großer Freude und Dankbarkeit nehme er die Aktivitäten der diözesanen Jugendarbeit wahr. Dabei sei ihm bewusst, dass kirchliche Jugendarbeit heute nicht einfacher geworden sei. "In der kirchlichen Jugendarbeit geht es nicht um Rekrutierung von Jugendlichen für die Kirche. Ich verstehe kirchliche Jugendarbeit als Dienst der Kirche an der Jugend, die sich an den Bedürfnissen, Fragen und der Lebenswelt der Jugendlichen orientiert und Antworten aus der Botschaft Jesu gibt, die sich aus dem Lebenszeugnis der Verantwortlichen ablesen lässt", betonte Bischof Hofmann.
In diesem Jahr hatten sich acht Jugendverbände und -gruppen für den Bischof-Stangl-Preis beworben, die seit Jahren in der kirchlichen Jugendarbeit aktiv sind. Aus dem Landkreis Miltenberg kamen die meisten Bewerbungen: Neben der Kolpingjugend aus Großheubach bewarben sich aus Niedernberg und aus Mömlingen jeweils die KjG-Ortsgruppe. Aus Main-Spessart kam die Bewerbung vom Ministranten-Arbeitskreis Karlstadt. Wieder dabei war die Kolpingjugend Unsleben aus Rhön-Grabfeld. Aus dem Landkreis Würzburg bewarben sich die KjG Estenfeld, die Kolpingjugend Güntersleben sowie der Diözesanverband der Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL) mit Sitz in Würzburg.
Die zum dritten Mal stattfindende Preisverleihung moderierten die beiden BDKJ-Diözesanvorsitzenden Monika Cupok und Thomas Öffner, Stiftungsvorsitzender und BDKJ-Diözesanvorsitzender Manuel Koch stellte die Stiftung "Jugend ist Zukunft" vor. Einen spiritueller Impuls gab Matthias Zöller, Geistlicher Leiter des BDKJ-Diözesanverbands.

bs (POW)

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